Bericht zum 5. Stammtisch (06.05.2010) der Fahrtensegler und Vorankündigung 10.06.2010
Der Stammtisch der Fahrtensegler geht in die fünfte Runde!
10. Juni 2010, 20:00 Uhr
Doch dazu siehe weiter unten!
Zunächst: Was geschah beim 4. Stammtisch?
Thema des Abends war:
Sicherheitseinweisung – was man als Skipper beachten muss bzw. als Crew einfordern sollte!
Zunächst war um 19:30 Uhr die Befürchtung groß, dass Siegfried sich umsonst auf den Abend vorbereitet haben könnte, da aus unerfindlichen Gründen nur drei weitere interessierte Segler anwesend waren. Glücklicherweise hat sich die gesamte Runde bis 20:00 Uhr zumindest dann noch in der Anzahl verdoppelt … .
Warum so wenige anwesend waren? Keine Ahnung! Wir hatten trotzdem einen schönen und kurzweiligen Abend!
Lag es vielleicht am Termin oder etwa an dem für viele unangenehmen Thema „Sicherheitseinweisung“?
Denn schließlich will man normalerweise einen unbeschwerten Segelurlaub verbringen und sich nicht mit so etwas wie einer Sicherheitseinweisung beschäftigen oder gar belasten. Wofür auch, es ist doch eh noch nie etwas passiert, oder?
Den Schutzengel immer dabei …
Lag es vielleicht daran, dass sich viele denken: „Ich segele doch schon seit Jahren auf den „Weltmeeren“ umher bzw. ich habe doch immer erfahrene Segler an Bord, da brauche ich mich nicht mehr mit diesem Thema zu beschäftigen bzw. kann die Sicherheitseinweisung entfallen lassen!“?
Aber weiß der erfahrene Mitsegler, der ggf. bei der offiziellen (und am Rande angemerkt hoffentlich umfassenden) Übernahme nicht dabei war, auf einer fremden Yacht sofort wo sich die Feuerlöscher, Seenotrettungsmittel oder der Erste-Hilfe-Kasten an Bord befinden? Und weiß ich als Schiffsführer sicher, wie was zu handhaben ist? Wäre es nicht gut, sich gedanklich vor Eintritt eines Problems an Bord mit diesem in Ruhe zu beschäftigen um später hoffentlich schnell und sicher handeln zu können? Oder helfen gar ein paar einfache Tipps und Kniffe anderer Segler? Ach ja, es ist doch eh noch nie etwas passiert – oder?
Aber es könnte! Und das unabhängig vom Erfahrungsschatz jedes Einzelnen!
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Und, was viele nicht bedenken:
Der Schiffsführer steht gegenüber seiner Crew in der Verantwortung und wird im Falle eines Falles (welcher als Seeunfall bezeichnet wird), der durch eine ordnungsgemäße Sicherheitseinweisung zu vermeiden gewesen wäre, zur Rechenschaft gezogen!! Dann hilft übrigens auch ein oft abgeschlossener Crewvertrag nicht weiter, der rechtlich betrachtet das Papier nicht wert sein soll, auf dem er steht!
Alles ungeachtet der Tatsache, welche Vorwürfe man sich selber machen wird, wenn jemand zu Schaden kommt! Und hier im Besonderen, wenn es sich um Familie oder Freunde handeln sollte!
Rettungsring mit Leuchtboje(Bb) und EPIRP (Stb)
Wer sich jetzt noch an Fallbeispielen bewusst machen möchte, was alles – oft durch Unachtsamkeiten oder Gedankenlosigkeit – passieren kann und wie Seeunfälle u.a. durch eine Sicherheitseinweisung bzw. Beachtung von Sicherheitsbestimmungen und vorausschauendem Handeln zu vermeiden gewesen wären, empfehle ich die Unfallberichte und Sicherheitsempfehlungen des Bundesamtes für Seeunfalluntersuchung (BSU) zu lesen (www.bsu.de). Ein besonders nachdenklich machendes Beispiel ist hier das Kentern mit anschließendem Untergang der Segelyacht „Taube“, auf deren letzten Törn vieles von Anfang an falsch gelaufen ist und sechs Segler mit ihrem Leben bezahlt haben (Untersuchungsbericht 015/09).
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Oder ist die geringe Beteiligung am 4. Stammtisch einfach nur durch die Befürchtung zu begründen, dass ein Monolog geführt werden könnte und man „gelangweilt“ einem Vortrag lauschen “muss“?
Alles weit gefehlt!
Es war ein interessanter, diskussionsreicher und wieder einmal mehr auch für erfahrene Schiffsführer aufschlussreicher Abend!
Und sei es einfach um noch mal über die Nutzung des Notruders, eines Sicherheitskragens und die Notwendigkeit von Lifebelts (besonders bei rauem Wetter und bei Nachtfahrten), Besonderheiten bei der Feuerbekämpfung an Bord sowie das Vorgehen bei der Leckagesuche und dessen Beseitigung oder den Schwierigkeiten beim Einstieg in eine Rettungsinsel – um nur einige Beispiele zu nennen – zu philosophieren, diskutieren und sich auszutauschen oder einfach „nur“ darüber nachzudenken.
Außerdem hat Siegfried uns von einem sehr interessanten Sicherheitstraining in Neustadt erzählt. Es ist festzuhalten, dass Fahrtensegler dabei sehr wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln können. Angeboten wird so etwas z.B. über die Kreuzer-Abteilung des DSV „Stichwort: Sicherheitstraining“ oder z.B. in abgespeckter Form in einem Seminar des Segler-Verbandes NRW „Sicher in die Rettungsinsel, Sicherheitstraining für Fahrtensegler“ (www.svnrw.org).
Und wie der Zufall es so will, hat gerade eben und passend zu unserem Thema die Kreuzer-Abteilung des DSV eine Information zum „Brandschutz und Brandabwehr auf Yachten“ unter http://www.serviceclubfuersegler.de/ veröffentlicht, die nicht nur für Eigner interessant ist!
Und was kommt nu?
Der nächste Stammtisch und der findet am 10. Juni 2010, um 20:00 Uhr, statt!
ACHTUNG: Wegen des Feiertages am 03.06. wird der Stammtisch um eine Woche nach hinten verschoben. Und die Uhrzeit verschiebt sich auch ein wenig nach hinten. Vielleicht ist 19:30 Uhr für viele einfach zu früh …
Thema: „Kuriose Erlebnisse unterwegs“ mit Klönsnack und Erfahrungsaustausch!
Neben Erzählungen hat der ein oder andere vielleicht auch Bilder, über die man schmunzeln kann … . Und vielleicht bessere Motive als das unten abgebildete … .
Ungewöhnlicher Besuch an Deck:
So hatten wir z.B. beim SKS Praxistörn 2008 im Hafen von Vlieland am Morgen ungewöhnlichen Besuch auf dem Vorschiff! Wie kam der wohl an Deck?? Hat eine Möwe da etwa ihr Frühstück verloren?
Eure Sabine
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