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Regatta > Regattaberichte 2011

420er Lohheide Cup und Yngling LM NRW

Bericht zum Regattawochenende 8./9.10.2011 beim WSVRh am Lohheider See.

Ausgerichtet vom Wassersportverein Rheinkamp am Lohheider See fand dort am vergangenen Wochenende der 420er Lohheide-Cup, sowie die Yngling-Regatta und Landesmeisterschaft NRW statt.

17 Boote der 420er-Bootsklasse und 14 Boote der Yngling-Klasse nahmen an dieser wichtigen Ranglistenregatta teil.

Die Segelteams erlebten bei drehenden Winden von 2 -3 Beaufort, der in Böen immerhin mit 4- 5 bf. über den Lohheider See blies, vom morgendlichen Nebel, über Regen bis hin zu bestem Segelwetter, alle Zutaten für eine herbstlich geprägte, spannende Regatta.

Die Segler kamen sogar aus Österreich (Union Yachtclub Wolfgangsee), aus Koblenz, Iserlohn, Bocholt, Essen, Krefeld, Kaarst, Wesel, vom Biggesee, Sorpesee und vom Rursee / Eifel.

Den Sieg ersegelten sich bei den 420ern die jungen Seglerinnen Marie Merlevede und Johanna Braun vom Biggesee.

In der Yngling-Klasse gewannen Thorsten Schutt, Claudia Weber und Kai Morwinski vom Wassersportverein Rheinkamp den Titel des NRW Landesmeister 2011.

Als zusätzliche Anerkennung werden die Sieger der Landesmeisterschaft NRW in der „Yngling-Klasse“ vom Seglerverband NRW zur Ehrung aller NRW–Landesmeister auf die Ausstellung „Boot“ im Januar 2012 in Düsseldorf eingeladen.

Weitere Infos und alle Ergebnisse finden Sie unter www.wsvrh.de

 

Hier noch einige Informationen zu den Bootsklassen:

Der 420er ist eine sehr verbreitete sportliche Zweimann-Jugendbootklasse für Jugendliche bis 19 Jahren. Im schnellen und technisch anspruchsvollen Boot können Jugendliche mit viel Spaß tiefer in das Regattasegeln einsteigen. Mit einer Gesamtsegelfläche von über 19m² ist auf der sportlichen Trapezjolle jede Menge Aktion garantiert.

 

Der Yngling verbreitet sich seit 1967 kontinuierlich auf dem Erdball und findet immer mehr begeisterte Segler, die die hervorragenden Segeleigenschaften dieses One-Design Kielbootes nutzen wollen. Es ist ein anspruchsvolles, schnittiges, sportliches und gleichzeitig sicheres offenes Kielboot mit einer L.ü.a. von 6,35 m (davon 4,70 m Wasserlinie), Breite von 1,73 m und einem Tiefgang von 1,05 m, Segelfläche beträgt 14 m² zzgl. 21 m² Spinnaker.

Susanne Kirchmeier-Schramm -12.10.2011 -

nach_dem_Start_und_dann_up_and_away  420er_Crew

auf_zur_Zielinie die_Tonne_rundenund_dann_den_Spi_raus

schnes_Segelrevier_vor_der_Haustr_am_Lohheider_See vor_und_nach_der_Wende

Yngling_Landesmeister_NRW_2011 die_Tonne_rundenund_dann_weiter_mit_achterlichem_Wind

 

Yngling WM 2011

Wir gratulieren der Manschaft vom WSVRh

Yngling GER 1

mit Thorsten Schutt, Kai Morwinski und Claudia Weber zum 3. Platz.

 

 

Yngling WM 2011 Attersee Österreich

 

Die Yngling -Gemeinde traf sich in diesem Jahr mit wieder größer werdender Flotte zur Weltmeisterschaft am Attersee. Die 60 gemeldeten Teilnehmer aus 8 Nationen fanden sehr gute Rahmenbedingungen im UYCAs vor und waren vor allem mit der Wettfahrtleitung im Nachhinein sehr zufrieden. Die Windbedingungen ermöglichten zur Überraschung der deutschen Teams in Kombination mit der Ruhe des Wettfahrtleiters äußerst gute 9 Rennen bei 6-17 Knt Wind. An dreieinhalb Segeltagen kamen so 9 der 10 geplanten Läufe zustande.  Das Team mit Steuermann Thorsten Schutt, Vorschoter Kai Morwinski und Claudia Weber (alle WSVRh Duisburg) auf der Yngling GER 1 (Bootsname: PAUL, in Gedenken an den diesjährig verstorbenen Ehrenpräsidenten Paul Niemeyer) war aufgrund der Flachwasserverhältnisse in der Vorbereitung auf dieses Event sehr engagiert und hoffnungsvoll. Doch 8 Tage vor der WM musste Bea Peters vom SKBUe aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden und die Hoffnungen auf eine Medaille bekamen einen Dämpfer.

Neu formiert wurde das Unternehmen dann dennoch angegangen und  fünf deutsche Teams (GER-1, GER-244, GER-261, GER-277, GER -278) erwarteten spannende Tage bei anspruchsvollen Segelbedingungen.

Gleich der erste Wettkampftag wurde an Land verbracht und zeichnete sich durch Sonnenbaden aus. Am zweiten Tag wurden dann die ersten drei Läufe ersegelt.

Hierbei zeigten sich im Klassement die Heimvorteile der österreichischen Teams, aber auch der Vorteil einer vorangestellten Jugendeuropameisterschaft in Bezug auf die Revierkenntnisse. Die deutschen Teams kamen mäßig in Tritt, wobei ein 10. Platz von GER 261 und die steigende Tendenz von GER 1( 12, 9, 8) positiv hervorzuheben waren.  Die 12-18 Knoten Rosenwind an diesem Tag waren so vorher nicht erwartet worden.

Gefolgt von einem weiteren Landtag wurden dann an Tag 4 die Läufe 4 und 5 gesegelt. Nach einigen Startversuchen gelang es dem Team um Thorsten Schutt bei einem Blackflag Start dem Feld in Lee die Parade abzunehmen und sie konnten einen ungefährdeten Start- Zielsieg feiern. Im zweiten Lauf folgte ein hervorragender dritter Platz, der erst auf dem letzten Spigang durch eine mutige taktische Entscheidung erkämpft wurde.

Am nächsten Tag fand nur ein Lauf statt, der wiederum mit dem 4. Platz äußerst positiv für GER-1 verlief und sie sich somit auch auf den 4. Platz des Gesamtklassements verbesserten. Die Gesamtwertung wurde von den üblichen Verdächtigen und Vorjahres-Weltmeistern Jamin /Otte und der Überraschung G. Roukema dominiert, kam aber zunehmend in Reichweite von GER-1. Ein weiterer Wartetag folgte worauf am letzten Samstag nur noch 3 Rennen im Zeitlimit bis 15:00 Uhr zu erwarten waren.

Morgens zeichnete sich der schöne Südwind ab und die Flotte lief aus. Das Team GER-1 zeigte mit einem weiteren Start- Zielsieg seine Ambitionen und war somit nach 7 Rennen 2. Mit nur noch einem Punkt auf den ersten Platz. Rennen 8 begann verheißungsvoll, allerdings wendete Thorsten am ersten Luvfass unüberlegt an 2. Position liegend vor die Teams Jamin und Roukema und musste einen Penalty hinnehmen. Sie kämpften sich auf den 5. Platz zurück und waren nach 8 Rennen mit zwei Punkten Abstand auf den 1. Platz 4.

Im letzten Rennen ging erst der 3.Startversuch mit Blackflagg durch.  Thorsten schilderte den Start wie folgt:“ Ich habe viel gelernt, wir dachten, wir wären gut vorbereitet und hätten das Feld und die Konkurrenz im Blick. Ein von Luv kommendes australisches Boot bei einem BLackflag Start habe ich  nicht erwartet. Es gab Bootskontakt und  ich bin heftig abgefallen um Speed zu generieren. Hierbei hat die Jury Boot friggen bei mir ausgemacht. Dies bringt bei 15 Knt in der Yngling gar nichts und zerstörte erst mal alle Träume.“

Nach einem Penalty am Start segelte sich das Team von Platz 50 auf ca. 25 zurück. An dieser Stelle entschieden sie sich, den ebenfalls schlecht segelnden G. Roukema zu bewachen, um so die Bronzemedaille aufgrund des Streichers zu sichern. Beide Mannschaften gaben auf dem letzten Spigang auf und GER-1 gewann die erste Medaille eines deutschen Yngling- Teams bei einer offenen Weltmeisterschaft. Das Team um Heiner Gerth ersegelte sich im letzten Rennen einen tollen 2. Platz und konnte so insgesamt 15. werden. Weltmeister wurde zum zweiten Mal das Team aus der Niederlande Maarten Jamin, vor Tom Otte und Team.

Die folgende WM in Australien wird aufgrund fehlender Unterstützung zumindest für GER-1 nicht realisierbar sein.

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Text: Thorsten Schutt GER 1

Bilder: Privat

 
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